
Wir zeigen den Dokumentarfilm „Die Gefangenen: Das System des Terrors“, ein Projekt des Teams von Activatica.
Worum geht es in dem Film?Der Film beleuchtet die Repressionsmechanismen, die russische Besatzungskräfte gegen die Zivilbevölkerung in den von ihnen kontrollierten ukrainischen Gebieten einsetzen. Menschen, die im Verdacht stehen, dem Besatzungsregime kritisch gegenüberzustehen, werden massenhaft verschleppt und misshandelt. Viele von ihnen verschwinden in völliger Isolation, in sogenannter Incommunicado-Haft – ohne Kontakt zu ihren Angehörigen, ohne rechtlichen Beistand und ohne offiziellen Status.
Das Ausmaß des Problems
• Nach Angaben aus Kyjiw und von unabhängigen Monitoring-Gruppen wurden seit 2022 Tausende Zivilpersonen in den besetzten Gebieten verschleppt.
• Die genaue Zahl lässt sich nicht feststellen. Menschenrechtsorganisationen gehen jedoch von rund 16.000 festgehaltenen Zivilpersonen aus.
• Vertreter der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes bestätigen, dass sie zu den meisten dieser Haftorte keinen Zugang haben. Die Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass die Rückführung ziviler Gefangener deutlich schwieriger ist als die von Kriegsgefangenen.
Fachleute stellen das Problem der verschleppten und festgehaltenen Zivilpersonen in eine Reihe mit der Deportation ukrainischer Kinder und bezeichnen es als globale humanitäre Krise.
Grundlage der Recherche sind Dutzende Interviews mit Angehörigen der Betroffenen, Aktivisten sowie den wenigen ehemaligen Gefangenen, die wieder freikamen.
26. Juni 18:30 Uhr
Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstraße 90, Düsseldorf
Anmeldung
Veranstalter der Filmvorführung ist Freies Russland NRW e.V. mit Unterstützung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, des Dialogbüro Vienna und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.