
Vier Jahre Terror, Zerstörung und Tod. Und vier Jahre verzweifelten ukrainischen Widerstands, der die eigene Unabhängigkeit bereits verteidigt hat und weiterhin nicht nur sein Land, sondern auch Europa schützt.
Der Preis dieses Krieges ist enorm. Hunderttausende Tote und Verwundete, Millionen Menschen, die ihr Zuhause und ein normales Leben verloren haben, Tausende Gefangene und Vermisste, zerstörte Städte und gebrochene Biografien. Vor diesem Hintergrund wird besonders deutlich: Die Sicherheit Europas lässt sich nicht in „ihre“ und „unsere“ aufteilen. Entweder wir halten zusammen und handeln, oder das Putin-Regime wird seinen Terror weiter ausdehnen.
In all diesen vier Jahren hat Freies Russland NRW die Ukraine nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten unterstützt. Vom ersten Kriegstag an sind wir nicht nur auf die Straße gegangen und haben laut ausgesprochen, was viele lieber übersehen wollten. Bereits in der ersten Woche haben wir bei Evakuierung und Unterbringung von Geflüchteten geholfen, Hilfsgüter und Spenden gesammelt, Medikamente, Generatoren und Ladestationen beschafft und ukrainischen Verteidigern nach unseren Möglichkeiten medizinische und andere nicht-letale Hilfe geleistet.
Aber wir sagen ehrlich: Das reicht trotzdem nicht. Wir selbst müssen mehr tun. Und wir müssen mehr von denen einfordern, die dafür Befugnisse und Ressourcen haben — von unseren Mitstreitern bis zur Bundesregierung.
Wir können nur das tun, was legal ist und in unseren Möglichkeiten liegt. Aber diejenigen, die Entscheidungen treffen, können und müssen mehr tun. Friedrich Merz hat im Wahlkampf über Taurus für die Ukraine gesprochen. Wo sind sie? Versprechen schützen nicht vor Raketen. Es schützen konkrete Entscheidungen und konkrete Lieferungen.
In diesen Jahren sind wir auch zu einem klaren Verständnis gekommen, wie wichtig die Unterstützung der freiwilligen Formationen ist, die an der Seite der Ukraine kämpfen und ihr Blut für ihre Freiheit vergießen. Diese Erkenntnis kam nicht sofort, aber sie ist denkbar einfach: Wer, wenn nicht wir?
Deshalb wenden wir uns zum Jahrestag des Krieges an Kolleginnen und Kollegen aus anderen Diaspora-Organisationen: Unterstützt die Kämpfer des RDK und der LSR und selbstverständlich die Streitkräfte der Ukraine insgesamt. Es ist wichtig, nicht nur Geld für die Bewältigung der Folgen der Aggression zu sammeln, sondern auch für die „Beseitigung der Ursachen“.
Das ist der ehrlichste und wirksamste Beitrag zu einem gerechten Frieden in der Ukraine und zur Zukunft Europas.
Slawa Ukrajini! So werden wir siegen!
Sieg der Ukraine! Freiheit für Russland!