Neujahrssammlung für politische Gefangene 2025

Der Dezember ist der dunkelste und kälteste Monat für jene hinter Gittern. Während wir den ganzen Advent über auf Lichter schauen, zu den Weihnachtsbäumen gehen und auf das Fest warten, haben die Gefangenen nichts von alledem – nur die Einsamkeit, die an solchen Tagen besonders schmerzhaft auf die Seele schlägt. Ein kleines Geschenk oder der Besuch eines Anwalts gibt ihnen die Möglichkeit, sich wenigstens für einen Moment als Teil eines normalen Lebens zu fühlen.

Jeden Dezember führt «Memorial» eine Initiative mit Neujahrsgeschenken für politische Gefangene durch – und in diesem Jahr haben wir uns ihr angeschlossen und Mittel sowohl für politische Gefangene als auch für ukrainische Kriegsgefangene gesammelt.

Die Sammlung lief bei allen unseren Treffen von Ende November bis Dezember: Wir begannen am 24. November beim Konzert von Monetotschka in Dortmund, setzten sie bei den Treffen mit Alexej Anulja in Köln und Düsseldorf fort und erhielten außerdem Spenden von 17 Personen – per Überweisung und persönlich beim sonntäglichen Briefeabend für politische Gefangene und Kriegsgefangene in Düsseldorf.

Dank euch haben wir das Ziel erreicht und 500 € an «Memorial» sowie weitere 500 € zur Unterstützung ukrainischer Kriegsgefangener über die Stiftung «Durch die Wand» überwiesen.

Und hier das Gesamtergebnis, dessen Teil ihr geworden seid: An der Initiative von «Memorial» beteiligten sich 15 Organisationen, und gemeinsam konnten mehr als 11.000 € gesammelt werden – 2.500 mehr als geplant. Hinter diesen Zahlen steht nicht bloß ein Bericht, sondern ein Beispiel dafür, wie Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen eine gemeinsame Sprache finden, um anderen zu helfen. Wenn jeder ein wenig tut, entsteht ein Ergebnis, das viele spüren.

Danke an jeden, der auf die Sammlung aufmerksam wurde und sich an ihr beteiligt hat. Lasst uns diesen Geist der Einigkeit auch weiterhin bewahren.

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