Helfen wir Pawel Mironow

Hilfe für Pawel Mironow

In Dresden befindet sich der politische Aktivist Pawel Mironow aus Samara in einem äußerst schweren Zustand. Er leidet an einer schweren Form von Nieren- und Herzinsuffizienz, seine Leber ist ernsthaft geschädigt, und er muss sich regelmäßig einer Dialyse unterziehen.

Pawel ist einer von denen, die keine Angst hatten, sich offen gegen Krieg und Repressionen zu stellen. 2022 war er gezwungen, Russland zu verlassen, und gründete in Kasachstan ein Shelter für politische Flüchtlinge; 2024 zog er mit einem humanitären Visum nach Deutschland. Als sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte, ging es um eine dringende Verlegung in eine stationäre Einrichtung mit Intensivpflege – doch wie so oft wurde der Prozess durch die Bürokratie ausgebremst. Um die dringenden Kosten für Pawels Umzug und Einrichtung zu decken, rief eine Initiativgruppe eine Sammlung ins Leben, der auch wir uns anschlossen.

Und gemeinsam haben wir das scheinbar Unmögliche geschafft: In nur zehn Tagen gelang es dank 115 Spenderinnen und Spendern und rund zwanzig Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Städten Europas – von Paris bis Berlin, über NRW – 7.000 € zu sammeln.

Das Ergebnis ließ nicht auf sich warten: Der Vertrag ist unterschrieben, Pawel ist bereits in eine stationäre Einrichtung verlegt worden, wo die Ärzte Diagnostik und Behandlung fortsetzen. Aus den gesammelten Mitteln werden auch die Kosten für die Einrichtung am neuen Ort gedeckt – Möbel, Haushaltsgegenstände, Kaution und andere notwendige Kleinigkeiten. Ein vollständiger Ausgabenbericht wird gesondert veröffentlicht.

Möglich wurde dies dank vieler Menschen. Allen voran Wladimir Salischtschak, Kommunalabgeordneter aus Moskau, der Pawel die ganze Zeit über zur Seite stand und einem breiten Publikum von seiner Lage berichtete. Und Anna, die alle zusammenbrachte, nach Dresden fuhr, die Situation vor Ort einschätzte und binnen weniger Tage die Kampagne startete. Dank der «Nemzow-Stiftung» konnten die ersten institutionellen Schritte gemacht werden – die Stiftung bezahlte Annas Aufenthalt in Dresden und übernahm den ersten Monat von Pawels Unterbringung.

Dank auch an die Kolleginnen und Kollegen aus Dresden, darunter die Gemeinschaft «Russischsprachige Demokratinnen und Demokraten Sachsens», sowie an die Mitglieder und Freiwilligen von Freies Russland NRW, die in allen Phasen geholfen haben. Besonderer Dank gilt:

  • Marine – dafür, dass sie all diese Wochen an Pawels Seite war und ihn mit Fürsorge, Wärme und hausgemachtem Essen umgab;
  • Timur Balles, der aus Nordrhein-Westfalen kam und beim Vertragsabschluss, beim Umzug und bei der Lieferung der Sachen half;
  • Nikolai Baschmakow (Andrei-Sacharow-Institut Paris), der eigens aus Frankreich anreiste, um gemeinsam mit Timur Pawels Umzug und Einrichtung zu organisieren;
  • Maxim Andrejew, Mitglied des Dresdner Stadtrats für Ausländerangelegenheiten (Bündnis 90/Die Grünen), der die Situation persönlich in die Hand nahm und die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt und der Caritas herstellte;
  • Oleg Zewelew – für Aufmerksamkeit und tatkräftige Anteilnahme;
  • Alexander Pljuschtschew – für die Verbreitung der Information.

Es gab dabei auch Streit und Erschöpfung – doch das Wichtigste ist, dass wir gemeinsam eine so wichtige Sache zu Ende gebracht haben. Das ist ein Beispiel echter Solidarität, an der es so oft mangelt.

Danke an alle, die dabei waren. Und Pawel – eine baldige Genesung und Kraft im Kampf um seine Gesundheit.

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