Am 12. Februar um 16:00 Uhr laden wir euch ins Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9, 40213 Düsseldorf, zu einem offenen Treffen mit der Journalistin, Schriftstellerin, Menschenrechtsaktivistin und Leiterin der Stiftung „Russland hinter Gittern“ („Rus Sidjaschtschaja“) Olga Romanowa ein.
Das Veranstaltungsformat ist offen. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Kommt vorbei – es wird interessant!
Das offene Gespräch mit Olga Romanowa setzt das von uns in diesem Jahr wiederaufgenommene Format von Treffen mit bekannten Persönlichkeiten der russischen Opposition, Journalistinnen und Journalisten, Menschenrechtsaktivisten sowie Kunst- und Kulturschaffenden fort.
Einem jüngeren Publikum ist Olga Romanowa vor allem als Leiterin und wichtigste öffentliche Stimme der Stiftung „Russland hinter Gittern“ bekannt, die Verurteilte und ihre Familien unterstützt. Zugleich war und ist Olga eine talentierte Journalistin, Buchautorin und Moderatorin. Ihre berufliche Arbeit wurde sowohl von journalistischen als auch von Menschenrechtsorganisationen mehrfach ausgezeichnet.
Sie beteiligte sich aktiv an den Protesten auf dem Bolotnaja-Platz 2011/2012, war Mitglied des Koordinierungsrats der russischen Opposition und Mitbegründerin der Bürgervereinigung „Liga der Wähler“, die sich für faire und transparente Wahlen in Russland einsetzte.
2017 verließ sie Russland nach einer Reihe von Gerichtsverfahren, die im Zusammenhang mit ihrer aktiven journalistischen und menschenrechtlichen Tätigkeit standen. Seit mehreren Jahren lebt sie in Deutschland.
2018 erschien nach ihrem Umzug ihr zweites Buch mit dem Titel „Russland hinter Gittern“. Das Werk fand zu Recht große Anerkennung beim Publikum. Kritiker betonten, „Russland hinter Gittern“ sei nicht nur ein treffender Titel, sondern ein tiefes kollektives Bild jenes Staates, den Putin und seine Komplizen seit vielen Jahren für die russische Bevölkerung errichten.
Es überrascht daher kaum, dass die Illustrationen von Oleg Nawalny stammen, dem Bruder des bekanntesten modernen russischen Oppositionspolitikers, der selbst die „Gerechtigkeit“ der Putin-Justiz erlebt hat.
Seit Beginn der Invasion in die Ukraine und der massenhaften Rekrutierung russischer Strafgefangener durch die Strukturen der Wagner-Gruppe beobachtet Olga deren Aktivitäten in russischen Gefängnissen sehr genau. Damit gehört sie zu den wenigen Personen, die die verbrecherische Tätigkeit dieser Organisation professionell und mit Sachkenntnis dokumentieren.
Wir sind überzeugt, dass die von ihr gesammelten Belege eines Tages Grundlage einer eigenen Anklage im künftigen Prozess gegen die Geheimdienstjunta sein werden, die sich selbst für den russischen Staat hält.
2020 erschien Olga Romanowas autobiografisches Buch „Protokoll. Aufrichtiges Geständnis der Bürgerin R.“. Bei unserem Treffen werden wir auch über dieses Buch sprechen – und natürlich über den Krieg, die Rekrutierung von Gefangenen, politische Gefangene und viele weitere Themen im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen.
Außerdem werden wir einige Seiten aus ihrem neuen, noch unveröffentlichten Buch hören.
Wir empfehlen auch eines der jüngeren Bücher von Olga Romanowa: „Das Gefängnis und sein Platz im neuen Russland“. Eine Audioversion ist auf der Website von LitRes kostenlos verfügbar.
Der Eintritt zur Veranstaltung erfolgt mit Ticket.
Vorverkauf über unsere Website: 17 Euro.
Tageskasse am Veranstaltungstag: 20 Euro.
Für aktive Mitglieder von Freies Russland NRW e.V. sowie für Personen, die mit humanitären Visa eingereist sind, gibt es ermäßigte Konditionen. Zahlungsmodalitäten und weitere Informationen sind beim Ticketkauf verfügbar.
Ein Teil der Einnahmen geht an die Stiftung „Russland hinter Gittern“.
Meldet euch an, kommt vorbei und stellt eure Fragen. Wir freuen uns auf euch!