Treffen im Landtag

Auf dem Foto von links nach rechts: Juri Nikitin, Stefan Engstfeld, Oleg Orlow, André Kuper. Foto: Landtag NRW/Bernd Schälte.

Oleg Orlow, Co-Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation „Memorial“, sprach im Landtag Nordrhein-Westfalen über die kritische Lage der Opposition, politischer Gefangener und Menschenrechtsverteidiger in Russland.

Orlow traf den Präsidenten des Landtags, André Kuper, und sprach auf Einladung des Ausschussvorsitzenden Stefan Engstfeld vor den Mitgliedern des Ausschusses für Europa und Internationales.

Juri Nikitin, Vorstandsvorsitzender von Freies Russland NRW, begleitete die Termine als Vertreter der in Nordrhein-Westfalen lebenden freien Russinnen und Russen.

Besondere Aufmerksamkeit galt der Situation politischer Gefangener. Oleg Orlow rief deutsche Politiker dazu auf, internationale Forderungen nach besseren Haftbedingungen zu unterstützen, insbesondere für chronisch kranke Gefangene, und sich für die Freilassung aller politischen Gefangenen einzusetzen.

Deshalb war sein Eintrag in das Gästebuch des Landtags knapp, aber eindeutig: „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“

Am Abend desselben Tages traf Oleg Petrowitsch Orlow russischsprachige Gleichgesinnte und Menschen, die seine außergewöhnlichen Verdienste im Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte schätzen.

Orlow, der im August 2024 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freikam, berichtete ausführlich über die repressiven Maßnahmen gegen oppositionelle Stimmen in Russland.

Er betonte außerdem die Rolle von „Memorial“, das trotz seiner Auflösung durch die russischen Behörden seine Arbeit sowohl in Russland als auch außerhalb des Landes fortsetzt.

Fotos: Landtag NRW/Bernd Schälte; FR NRW