Gestern war ein schwarzer Tag. Vier Jahre sind vergangen, seit Russland den bereits 2014 begonnenen Krieg eskalierte und ihn zum größten Blutvergießen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg machte.

Wenn man wegschaut, kann man leicht meinen, das Leben gehe ganz normal weiter. Aber in Wirklichkeit war es für Millionen von Menschen seit diesem Tag nicht mehr normal.

Trotz der scheinbaren Kriegsmüdigkeit in Europa versammelten sich bei der Trauerkundgebung auf dem Grabbeplatz in Düsseldorf rund 50 Menschen. Für uns ist es entscheidend, dass der Krieg auf dem europäischen Kontinent nicht aus dem Blickfeld der Bürger und der Politik verschwindet. Genau darüber sprachen auch die Teilnehmenden der Kundgebung.

Ein besonderer Dank gilt den eingeladenen Gästen. Jessica Breitkopf, Leiterin des Büros für Internationale & Europäische Angelegenheiten der Landeshauptstadt Düsseldorf, sprach über die ersten Tage der großangelegten Invasion, darüber, wie die Stadt auf das Geschehen reagierte und was für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine getan werden konnte. Sie betonte, dass sie sich damals nicht hätte vorstellen können, vier Jahre später erneut darüber zu sprechen, und das ausgerechnet an einem Gedenkort für die Opfer der russischen Aggression.

Dr. Oded Horowitz, Vorsitzender des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, berichtete unter anderem über die Unterstützung der Ukraine durch die Gemeinde. Christoph Janeczko, Mitglied des Düsseldorfer Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration, betonte, dass es Hoffnung gibt, solange es Menschen gibt, auch unter den Anwesenden, denen das nicht egal ist.

Die Teilnehmenden gedachten der Opfer des von Russland entfesselten Krieges mit einer Schweigeminute.

Rav Shimon Levin, der Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, las einen Psalm und sprach ein Gebet der Hoffnung auf Erneuerung nach dem Krieg. Valerian Dunin-Barkowski, Priester und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Frieden für alle“, hielt eine Trauerandacht für alle, die infolge der russischen Aggression ums Leben gekommen sind. Zudem verlas er einen Appell des Vereinsvorstands an die Christ:innen.

Während der Kundgebung wandte sich Yuri Nikitin, Vorstandsvorsitzender von Freies Russland NRW, an Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem Appell, sein Wahlversprechen einzulösen und Taurus an die Ukraine zu liefern. Wir riefen dazu auf, die Ukraine und die Ukrainerinnen und Ukrainer in ihrem gerechten Kampf zu unterstützen: Es ist wichtig, gemeinsam zu handeln und diejenigen zu helfen, die die Ukraine verteidigen.

Wir haben nicht nur andere aufgerufen, sondern auch selbst die Fortsetzung unserer Spendenaktionen angekündigt: „Energy for Life“ sowie Sammlungen zur Unterstützung von Kämpfern der ukrainischen Streitkräfte und des RDK mit Medikamenten und Ausrüstung. Bereits während der Kundgebung konnten wir 250 Euro sammeln.

Doch unsere Arbeit endet damit nicht. Selbst hier in Nordrhein-Westfalen gibt es weiterhin Z-Anhänger und Putinversteher. Wir werden weiterhin über den Krieg und seine Realität sprechen und zugleich gegen Putins Desinformation und Propaganda ankämpfen.

Slawa Ukraini!
Sieg für die Ukraine! Freiheit für Russland!

#StopPutinsTerror #WeStandWithUkraine