Gedenkaktion für Alexei Nawalny in Düsseldorf

Heute, in Erwartung des zweiten Jahrestags seiner Ermordung, haben wir Alexei Nawalny gedacht – am Vorabend eines Datums, das uns immer wieder zum Wesentlichen zurückführt. Seine Ermordung, brutal und demonstrativ, wurde in den vergangenen Tagen erneut von renommierten internationalen Expert:innen bestätigt.

Wir erinnern uns an Alexeis Mut und sind ihm dankbar dafür, dass er Hunderttausende, vielleicht sogar Millionen Russinnen und Russen zum Widerstand gegen das Regime motiviert hat. Für uns war er der Funke, aus dem eine aktive Bewegung in den Diasporas entstand – darunter auch unsere Gemeinschaft Freies Russland NRW.

Bei der Aktion sprachen der Vorstandsvorsitzende Yuri Nikitin, die Vereinsmitglieder Maria H. und Alina S. sowie der Journalist Sergei Podsytnik. In seiner Rede rief Yuri Nikitin die russischsprachigen Menschen in der Region dazu auf, sich dem Kampf gegen das Putin-Regime anzuschließen und die Ukraine mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen – auch im Rahmen unserer Organisation.

Trotz des extrem starken Winds, der Banner und sogar Lautsprecher umwarf, und trotz Karneval und anderer „guter Ausreden“, kamen mehr Menschen als erwartet. Für uns war das ein wichtiges Zeichen von Solidarität und gemeinsamer Verantwortung für die Erinnerung. An diesem Tag gelang es uns auch, symbolisch das Bild des Vergifters und Mörders „Froschutin“ zu verbrennen.

Alexei hat uns hinterlassen, nicht aufzugeben und das Leben weiter zu bejahen. Eine Autokratie kann einen Menschen töten, aber sie kann ihn nicht zum Schweigen bringen. Sie kann ihm seine Seele nicht nehmen.

Wir werden Alexei weiter in Erinnerung halten und sein Düsseldorfer Memorial schützen, das lokale Putin-Anhänger immer wieder zu zerstören versuchen.

Danke an alle, die gekommen sind! Nawalny ist bei uns!

Und noch etwas: Wir haben heute 120 Euro für „Energie für das Leben“ gesammelt und außerdem 30 Euro für die Instandhaltung des Memorials.

#navalny #nevergiveup