▫ Filmvorführung „Innere Emigranten“ — Chronik einer stillen Katastrophe

Wir laden Sie herzlich zu den Vorführungen des Dokumentarfilms „Innere Emigranten“ von Lena Karbe ein, die im Mai in Köln und Düsseldorf stattfinden.

Worum geht es in diesem Film?

Im Mittelpunkt stehen drei ehrenamtliche Psychologinnen und Psychologen einer Moskauer Telefonseelsorge. Seit Beginn des großangelegten russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist ihre Arbeit zu einem täglichen Ringen mit den Folgen der Propaganda geworden.

Die Protagonistinnen und Protagonisten versuchen, ihre berufliche Ethik zu bewahren, und bewegen sich dabei auf einem gefährlich schmalen Grat:

• Wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe für einen Menschen und unfreiwilliger Mitwirkung am System?
• Was bedeutet die „Neutralität“ einer Psychologin oder eines Psychologen in einem totalitären Umfeld tatsächlich?
• Wie kann man die Psyche anderer retten, ohne die eigene zu zerstören?

Der Film entstand über drei Jahre hinweg unter strengster Geheimhaltung. Er zeigt ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und ist eine eindringliche Auseinandersetzung damit, wie ein autoritäres Regime die Grundlagen von Menschlichkeit und zivilgesellschaftlichem Bewusstsein untergräbt.

„Innere Emigranten“ hält jenen Moment fest, in dem persönliche Sicherheit und berufliche Pflicht in einen unauflösbaren Konflikt geraten.

Köln, Kino „Odeon“
14. Mai, 12:30 Uhr
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Düsseldorf, Kino „Metropol“
15. Mai, 19:30 Uhr
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Im Anschluss an die Filmvorführungen findet jeweils ein Gespräch mit der Regisseurin Lena Karbe statt.

Sprache der Vorführung: Russisch mit deutschen Untertiteln

10 % der Einnahmen werden an die Kampagne „Energy for Life“ zur Beschaffung von Ladestationen für Krankenhäuser und Schulen in der Ukraine gespendet.

Die Vorführungen finden in Kooperation mit mindjazz pictures statt.

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