
In dieser Woche haben wir den Film „Die unbekannte Geschichte von Pavel Kushnir“ in Köln und Düsseldorf gezeigt.
Pavel Kushnir war Pianist, Schriftsteller und Antikriegsaktivist. Ein Punk und Rebell der klassischen Musik. Ein Mensch, der vor Kreativität sprühte – so sehr, dass die akademische Welt ihn nicht fassen konnte und die totalitäre ihn nicht ertrug. In einem russischen Gefängnis trat er in einen trockenen Hungerstreik und starb. Er wurde nur 39 Jahre alt.
Regisseur Sergej Erschenkow hat weder ein Biopic noch einen Nachruf gedreht. Er zeigt Leben und Tod als Selbstverbrennung eines protestierenden Mönchs.
Über etwas Ähnliches schrieb Viktor Frankl:
„Die grundlegende Möglichkeit des Menschen, den Selbstmord zu wählen, seine Freiheit zu entscheiden, ob er überhaupt sein will, unterscheidet den Menschen von allen anderen Lebewesen.“
Pavel Kushnir entschied sich für den absoluten Hungerstreik statt für Kompromisse mit dem System. Gerade deshalb ist seine Geschichte ein Urteil über das System, über akademische und totalitäre Heuchelei zugleich.
Während der Filmvorführungen wurden rund 200 Euro gesammelt (der genaue Betrag wird noch ermittelt) – im Rahmen der Kampagne Free the Youth. Dieses Projekt unterstützt Jugendliche in Russland, die aus politischen Gründen strafrechtlich verfolgt werden oder in Haft sitzen.
Vielen Dank an alle, die gekommen sind!
Ein besonderer Dank gilt der Weltmusik Akademie IBZ e.V. und Igor Epstein sowie dem Metropol Filmkunstkino Düsseldorf und Daniel Bäldle für ihre Unterstützung und die Zusammenarbeit.
#freerussianfilms