Die Geschichte von Pavel Kushnir bei der Filmvorführung in Düsseldorf

Am 5. Juni findet in Düsseldorf die Vorführung des Dokumentarfilms „Die unbekannte Geschichte von Pavel Kushnir“ von Sergey Erzhenkov statt. Der Film ist dem Andenken an Pavel gewidmet: einem virtuosen Pianisten, Schriftsteller und einer der beeindruckendsten Figuren des russischen Antikriegswiderstands.

Die breite Öffentlichkeit erfuhr seinen Namen viel zu spät. Im Sommer 2024 starb Pavel in der Untersuchungshaftanstalt von Birobidschan nach fünf Tagen trockenen Hungerstreiks. Anlass für seine Verhaftung nach dem Vorwurf der „Aufrufe zum Terrorismus“ waren Antikriegsvideos auf einem YouTube-Kanal, der zu diesem Zeitpunkt nur fünf Abonnenten hatte.

Das System beeilte sich, einen Menschen zu isolieren, dessen einsamer, aber absolut kompromissloser Widerstand zu einem Manifest radikaler innerer Freiheit wurde.

Worum geht es in diesem Film?

Der Film ist der Versuch, das Phänomen Pavel Kushnir zu verstehen. In ihm verbanden sich die Züge eines klassischen Genies und eines Rebellen: Er spielte schwierigste Partituren von Rachmaninow, bis seine Finger bluteten, verehrte Kurt Cobain, träumte von Flügen zum Mars und nannte den Krieg auch in völliger Isolation weiterhin bei seinem Namen.

Regisseur Sergey Erzhenkov erzählt die Chronik eines unglaublichen Lebens, das selbst zu einem Akt der Kunst und des Widerstands wurde. Grundlage des Films sind:

• einzigartige Aufnahmen von Kushnirs Auftritten und Performances
• die Geschichte eines nie gedrehten Avantgardefilms und einer Freundschaft mit internationalen Stars
• das Birobidschan-Tagebuch: eine Chronik von Einsamkeit und Kampf gegen den Faschismus
• Überlegungen dazu, warum das System den genialen Musiker „übersah“, das Gefängnis ihn aber bemerkte

Im Film kommen Freunde und Kollegen von Pavel zu Wort, darunter Grace Chatto, Solistin der britischen Band Clean Bandit, der Musikexperte Mikhail Kazinik und der Verleger Dmitry Volchek.

Düsseldorf
Kino Metropol
Brunnenstraße 20, 40223 Düsseldorf
5. Juni, 19:00 Uhr
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Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit dem Regisseur Sergey Erzhenkov statt.

Teil der Einnahmen gehen an die Kampagne Free the Youth. Dieses Projekt wurde für Jugendliche in Russland ins Leben gerufen, die aus politischen Gründen unter Ermittlungen stehen oder in Haft sind.

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